Samstag, 13. November 2021

7. Spieltag: Zechau-Kriebitzsch - RSA 1:0 (0:0)

Ein 0:0 Kick entscheidet ein Sonntagsschuss!

Tore: 1:0 ??? (58.)

An diesem Wochenende fand in Zechau das Nachholespiel gegen den bislang punktlosen Tabellenletzten Blau Weiß Zechau-Kriebitzsch statt. Die Sterne reisten zwar wieder mit einer Notmannschaft, aber trotzdem hoffnungsvoll zum Kellerduell an. Trainer Chris hatte vor der Saison das Hinrundenziel von 9 Punkten ausgegeben, welche mit einem Sieg erreicht werden konnten. Aber der Gastgeber war in der bisherigen Saison trotz des Tabellenstandes keinesfalls Fallobst. Ihre Niederlagen waren stets knapp bzw. unglücklich gewesen. Der RSA war also gewarnt. Bevor das Spiel allerdings angepfiffen wurde, gab es erstmal eine Schweigeminute für einen tödlich verunglückten Spieler des Gastgebers. Wir wünschen den Angehörigen und Freunden viel Kraft in dieser schweren Zeit.


Szene: Schweigeminute vor Spielbeginn


Szene: Zechau trauert um einen Mitspieler


Szene: Kurzer zeigt an

Anschließend ging es mit dem Anpfiff zur Tagesordnung über. Es entwickelte sich dem Tabellenstand beider Mannschaften entsprechend eine zerfahrene Partie. Die Spieler rieben sich sehr viel im Mittelfeld auf, ebenso machte das tiefe, rutschige Geläuf dem RSA zu schaffen. Kein Team wollte einen Fehler machen. Es entstand kaum Kombinationsspiel, da zu jeder Zeit ein Gegenspieler auf den Füßen stand. Chris musste diesmal für den erkranken Specky das Tor hüten und bekam zum ersten Mal nach 13 Minuten einen Distanzschuss zu halten. Der RSA hatte in der 21. seinen ersten Schuss auf das Tor. Dies war ebenfalls ein Distanzschuss, der leichte Beute war.


13. Schuss von Zechau gehalten


28. Schuss von Mark geht knapp drüber


29. Foul von Silko als letzter Mann


30. platzierter Freistoß von Zechau gehalten

Zechau bekam nach 24 Minuten einen Freistoß zugesprochen, der über das Tor ging. Eine Minute später wurde ein aussichtsreicher RSA-Angriff zu einer Ecke geklärt, die anschließend problemlos vom Gastgeber verteidigt wurde. In der 28. gab es durch Mark den gefährlichsten RSA-Schuss in der ersten Hälfte zu verzeichnen. Sein Versuch aus 16 Metern ging knapp über den Kasten. Im direkten Gegenzug war bei einem Angriff ein Zechau-Spieler frei durch. Mit einer beherzten Aktion brachte Silko den Spieler kurz vor dem Strafraum zu Fall. Manch ein Schiedsrichter gibt da schon mal eine rote Karte, hier gab es nur eine mündliche Ermahnung. Bei diesem platzierten Freistoß musste sich Chris strecken, um den Ball aus dem langen Eck zu fischen (30.).


Szene: Käse verpasst den Ball


44. Matze K bekommt den Ball nicht unter Kontrolle


45. statt Elfmeter für Mark gibt es den Pausenpfiff

Anschließend tat sich bis in die Schlussminute der ersten Halbzeit nicht mehr viel. Nach 45 Minuten wurde Mark im Strafraum gefoult, aber statt des zu erwarteten Elfmeterpfiffs pfiff der Schiri zur Pause. Der RSA-Trainer sprach die viel zu vielen Fehlpässe an und versuchte sein Team wachzurütteln. Ebenso die kaum vorhandenen Offensivbemühungen. Die Ansprache schien kurzfristig etwas bewirkt zu haben, doch schnell verfielen die Sterne in das schwache Niveau aus der ersten Halbzeit. Im RSA-Strafraum fielen in einer Situation gleich zwei Zechau-Spieler über den ausgerutschten Nafti (53.).


53. großes Purzeln über Nafti im RSA-Strafraum


56. Handspiel bei Jimmys Schuss im Strafraum, wieder kein Elfmeter

Zwei Minuten später spielte der Gastgeber einen Pass in die Spitze, glücklicherweise entschied der Schiri auf Abseits, sodass der Treffer nicht zählte. Anschließend arbeiteten sich Jimmy und Tenne über die linke Seite durch. Nach mehreren Pässen drang Jimmy in den Strafraum ein, wo ein Zechau-Spieler seinen Schuss an der Grundlinie mit der Hand parierte. Der sofortige Aufschrei beim Handspiel blieb beim Schiedsrichter ungehört und abermals gab es keinen Strafstoß für die Sterne (56.).


58. Tor 1:0, verunglückte Flanke geht als Sonntagsschuss ins lange Eck


Szene: Schussposition war in der Nähe der Seitenlinie

So kam es wie es kommen musste an so einem Tag, wo es spielerische Magerkost gab. Nach 58 Minuten wollte ein Zechauer in der Nähe der Seitenlinie eine Flanke in den Strafraum schlagen, dabei rutsche sein Schuss über den Schlappen und so senkte sich das Leder am langen Pfosten in die Maschen zur Spielentscheidung. Vielen auf dem Sportplatz war klar, dass dieser Sonntags- bzw. Glücksschuss der Siegtreffer sein würde. Zu einfallslos agierten beide Mannschaften insbesondere der Rote Stern.


67. Schuss von Zechau geht vorbei


69. Nafti muss mit einer Muskelverletzung ausgewechselt werden

Ein Aufbäumen der Sterne war nicht zu sehen. Nachdem der Gastgeber noch zweimal deutlich neben das Tor schoss (64./67.), kam es für den RSA noch dicker. Nafti, der an diesem Tag in der Abwehr agierte, verletzte sich in der 69. bei einem Laufduell am hinteren Oberschenkel. Er meinte, dass er sowas noch nie hatte und es das bestimmt für 2021 gewesen ist. Der kurz zuvor ausgewechselte Jimmy musste für Nafti gleich wieder auf den Platz zurück. Es sollte nicht die einzige Verletzung für die Sterne sein. Nach 80 Minuten fiel Mark unglücklich mit dem Kopf auf den Ellenbogen eines Gegenspielers und blieb benommen auf dem Platz liegen. Es passte ins Bild an diesem verkorksten Tag. Molli und ein Zechau-Betreuer päppelten ihn wieder auf, sodass er gestützt mit einer dicken Beule den Platz verlassen konnte. Jetzt waren die Sterne in Unterzahl, doch zur Verwunderung aller ging Mark nach einer kurzen Pause wieder auf den Rasen, um sein Team nicht im Stich zu lassen.


80. Mark wird mit einer dicken Beule am Kopf rausgetragen


85. Chance von Alex geht vorbei

Das Spiel fand anschließend weiter im Mittelfeld statt. Der Gastgeber verwaltete ohne großen Aufwand den knappen Vorsprung. Nur noch einmal kam deren Hintermannschaft ins Schwimmen, als Kapitän Alex im Strafraum zum Abschluss kam (85.). Einen Pass von rechts nahm er an, aber seine Chance ging am Tor vorbei. Dies sollte der Beste und sogleich einziger gefährlicher Torschuss der Sterne nach dem Seitenwechsel gewesen sein. Die restlichen Minuten verliefen ohne Vorkommnisse, dann war dieser RSA-Grottenkick endlich zu Ende.


Abpfiff, Freud und Leid beisammen

Diese unterirdisch katastrophale Leistung hätte auch keinen Sieger verdient gehabt. Ein „Kloergebnis“ wäre sicher schmeichelhaft, aber gerecht gewesen, da auch der Gastgeber nicht überzeugen konnte. Jedoch hatten sie das Quäntchen Glück auf ihrer Seite. Diesen Sieg und die somit verbundenen ersten Punkte des Spieljahres widmete Zechau-Kriebitzsch seinen verstorbenen Mitspieler. Die Sterne sollten diese Partie schleunigst abhaken, denn dass sie es viel besser können, haben sie in der Saison schon ab und an gezeigt. Forza Roter Stern!

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