Tore: 1:0 ??? (2.), 2:0 ??? (65.)
Eine starke Leistung unserer jungen Truppe wurde an diesem letzten Spieltag der Hinrunde nicht mit einem Punktgewinn belohnt. Beim SV Zechau-Kriebitzsch gab es eine unglückliche 0:2-Niederlage. Trotz des schnellen Rückstands nach 75 Sekunden zeigte der Rote Stern besonders in den ersten 45 Minuten Einbahnstraßenfußball auf das Zechauer Gehäuse. Der Torwart des Gastgebers hatte einen Sahnetag erwischt und war nicht zu überwinden. Zweimal musste er dennoch hinter sich greifen, aber jeweils erkannte der an diesem Tag unterirdisch agierende Schiedsrichter den Treffer nicht an. In der 65. fiel die Entscheidung durch einen Freistoß aus 17m, der direkt verwandelt wurde. Leider konnte der RSA nicht an die Leistung der ersten Halbzeit anknüpfen und scheiterte öfter an die besser eingestellte Hintermannschaft. Schlussendlich ein Spiel, dass für reichlich Gesprächsstoff sorgte.
Szene: Max L. im Seitenlinienduell
2. Tor 1:0, der Innenpfosten lenkt den Ball nach 75 Sekunden ins Netz
Szene: Jubel an der Schussposition
Szene: Nici im Abwehrmodus
Der Gastgeber Zechau-Kriebitzsch hat sich in dieser Saison durch einige Zugänge gut verstärkt und spielt in der Spitzengruppe mit. Jahrelang duellierten beide Teams größtenteils im Tabellenkeller gegeneinander. Auch diesmal ist es wieder eine Partie auf Augenhöhe, nur im oberen Mittelfeld. Die Sterne reisten voller Respekt wieder mit einer gut aufgestellten Mannschaft an. Als die Partie losging, war das Team noch nicht ganz bei der Sache. Ein schneller Spielzug des Gastgebers brachte nach 75 Sekunden schon die Führung. Der Zechauer Goalgetter schlenzte mithilfe des Innenpfostens den Ball ins Netz.
6. Sterne verteidigen zur Ecke
12. Luis vergibt aussichtsreich die Hereingabe von Alexander
16. Freistoß von Max gehalten
Szene: Matze K. mit Leidenschaft
Als der Rote Stern die Schockstarre und eine weitere Zechauer Möglichkeit (6.) überstand, drückte der RSA den Gegner in die eigene Hälfte zurück. Alexanders Hereingabe über die rechte Seite vergab Luis aus guter Position leichtfertig (12.). In der 16. wurde Alexander zu Fall gebracht, den anschließenden Max-Freistoß aus 18m fing der Torwart. Kurz darauf war der Keeper einen Tick schneller am Ball als Luis (18.). Zwei Minuten später versuchte es Kapitän Matze K mit einem Distanzschuss – gehalten.
20. Schuss von Matze K. gehalten
21. angebliches Abseitstor von Tom
24. Kopfballchance für Zechau drüber
Szene: Robert im Zweikampf
Keine 60 Sekunden danach spielten die Sterne einen Steilpass in die Spitze zu Tom. Er traf zum vermeidlichen Ausgleich, doch der Schiri entschied auf Abseits. Äußerst fragwürdig, aber weiter ging es. Die Partie wurde ruppiger, immer öfter wurden die Sterne gefoult. Nie gab es eine Verwarnung und das Kopfschütteln beim RSA-Anhang ging dadurch weiter. Der Rote Stern machte weiter Druck auf einen Treffer. In der 27. verpasste Tim R. einen Kopfball und eine Minute danach hielt der Torwart Alexanders Schuss aus spitzem Winkel aufs kurze Eck.
28. Alexanders Schuss wird pariert
30. Freistoß von Max W. rausgekratzt
Ein weiteres Foul an den RSA ereignete sich in der 30. Minute. Den anschließenden Freistoß von Max W. kratzte der Schlussmann aus dem Winkel. Der daraus folgende Eckball wurde vom Keeper aus der Gefahrenzone gefaustet. Der Ausgleich schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. In der 34. hatten die 25 mitgereisten Fans den Jubelschrei schon auf den Lippen. Ein Max L. Freistoß wurde zurück in den Strafraum pariert. Alexander reagierte gedankenschnell und spitzelte im die Nachschusschance am Hüter vorbei. Leider hatte das Leder zu wenig Speed, sodass der Tormann den Ball auf der Linie unter sich begrub.
34. RSA-Schuss pariert
34. Alexander geht zum Nachschuss
34. Alexanders Nachschuss wird auf der Linie gehalten
38. Ball auf Luis durchgesteckt
120 Sekunden später gelang der vermeintliche Ausgleich und wieder entschied der Schiedsrichter auf Abseits. Diesmal ging ein Steilpass zu Luis, der frei aufs Tor zulief. Kurz vorm Schuss wurde der Angriff abgepfiffen. Luis schoss dennoch ins Tor und bekam dafür Gelb. Hier hielt sich der Unparteiische penibel ans Regelwerk und wertete diese Situation als Ballwegschlagen. Hier bewies er wenig Fingerspitzengefühl, diverse harte Fouls hatte er bis dahin nicht sanktioniert und brachte mit dieser Vorgehensweise die Zuschauer gegen sich auf.
38. vermeintliches Abseitstor, Luis spielt den Keeper aus und trifft
38. kein Fingerspitzengefühl, Luis bekommt dafür Gelb
43. der Zechauer Goalgetter wird gedoppelt
Der Rote Stern kam nach der Pause nicht mehr so gut ins Spiel. Die Hausherren hatten sich besser auf unser Team eingestellt und machten die Räume besser zu. Erst nach einer Stunde gab es zwei kleinere Möglichkeiten. Zechau prüfte bis dahin allerdings auch nur einmal René (57.).
58. René pariert den Zechauer Schuss
Szene: Tom beim Antritt
63. Foul an der Strafraumgrenze
64. Tor 2:0, Zechau trifft per direkt verwandelten Freistoß
In der 65. gab es die spielentscheidende Szene. Erst an der Strafraumgrenze konnte der Zechau-Angreifer gestoppt werden. Viele dachten schon an einen Elfmeter, aber zum Glück war es nur ein Freistoß aus 16 Metern. Der momentan die Torjägerliste anführende Schütze nahm sich schnell die Pille. Er zirkelte das Leder um die Mauer zum 2:0 direkt hinein. Anschließend fand ein Abnutzungskampf im Mittelfeld statt. Die Sterne drangen kaum noch in den Zechauer Strafraum ein. Zwischen der 75. und 80. sah es so aus, als würde der Anschlusstreffer fallen, doch die 2-3 Chancen brachten keinen klaren Torschuss.
Szene: Alexander und Gegenspieler am Boden
86. Behandlungspause
93. Schwalbe im RSA-Strafraum
Bei einem weiteren unnötigen Foul der Zechauer kam es im Mittelfeld zu einer Rudelbildung. Als sich die Gemüter wieder runter kühlten, verteilte der Schiedsrichter drei gelbe Karten (82.). Natürlich gab es zwei für die Sterne…zum Kopfschütteln. In den Schlussminuten tat sich recht wenig auf dem Platz. Der Gastgeber verteidigte geschickt die Führung und der Rote Stern hatte sein Pulver verschossen. Nach dem Abpfiff geigte Zabel in einem Gespräch dem Unparteiischen seine Meinung, der sich aber uneinsichtig zu seiner Leistung zeigte.
Abpfiff, geschlagene Sterne
Abpfiff, Zabel hat gesprächsbedarf beim Schiri
Somit ging die spielerisch bessere Mannschaft wieder als Verlierer vom Platz. Dem Team kann man keinen Vorwurf machen, alles gegeben zu haben. Gegen einen stark aufgelegten Zechau-Keeper, einer im zweiten Abschnitt aufmerksameren Hintermannschaft und einem unterirdisch agierenden Schiri war eben kein Erfolgserlebnis drin. Die Hausherren machten aus wenig viel und konnten sich so über einen glücklichen Sieg freuen. Erstmals gelang dem Roten Stern in dieser Saison kein Tor. Zur Saisonhalbzeit belegen die Sterne einen unerwartet guten sechsten Tabellenplatz. Jetzt wird erst mal auf der Weihnachtsfeier der heutige Frust runtergespült, aber auch auf diese überraschend positive Hinrunde angestoßen. Forza Roter Stern!
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