Samstag, 29. August 2026

Pokalspiel: RSA - Münchenbernsdorf 4:2 n.V. (1:1 / 2:2)

Geschichte, nach 14 Jahren wieder in Runde 2!

Tore: 1:0 Gordziel (29.), 1:1 ??? (FE 44.), 1:2 ??? (60.),
2:2 Gordziel (67.), 3:2 ??? (ET 93.), 4:2 Tenzin (120.+3)

Eine irre Leistung im Kreis🏆 bescherte dem Roten Stern das erste Weiterkommen in die 2. Runde nach 14 Jahren! Der höherklassig spielende SV 1924 Münchenbernsdorf wurde mit 4️⃣:2️⃣ nach Verlängerung aus dem Wettbewerb geworfen. Unglaublich, was die Sterne auf dem Platz zeigten. Über weite Strecken waren sie sogar die spielbestimmende Elf auf dem Feld. Nach einer halben Stunde belohnte sich das Team. Neuzugang Maik Gordziel brachte mit einer Einzelleistung den Anhang in Ekstase. Durch eine Fehlentscheidung bekamen die Gäste einen Foulelfmeter zugesprochen, der sicher verwandelt wurde. Münchenbernsdorf kam besser aus der Halbzeit und ging nach einer Stunde selbst in Führung. Es dauerte nicht lange, da bediente Robby Maik zum 2:2 Ausgleich (67.). In der Folgezeit vergab der Rote Stern viele Hochkaräter, u.a. klingelte es innerhalb von 10 Sekunden zwei Mal am Pfosten und Luis scheiterte freistehend am Torwart. So ging es in die Verlängerung. Nach einem Solo scheiterte Luis wieder am Keeper. Dieser parierte allerdings genau in den Lauf seines Verteidigers, sodass die Sterne wieder in Führung gingen (93.). Die unermüdliche Anfeuerung des RSA-Anhangs 👏💪half der Mannschaft sichtlich, die letzten Kräfte zu mobilisieren, um über die Zeit zu kommen. In der letzten Sekunde der Verlängerung sah Robert im Strafraum den herbeieilenden Tenzin. Dieser behielt aus fünf Metern die Nerven. Der Rest war pure Euphorie. Die erstmals eingesetzten neuen Trommeln🥁 glühten an diesem Tag. Dieser Krimi wird einen Platz in den RSA-Geschichtsbüchern finden. Der Pokalfluch ist endlich gebrochen. Forza Roter Stern!


3. erste RSA-Chance durch Luis


Szene: gut besetzte Wechselbank


14. dicke Chance für Münchenbernsdorf

14. dicke Chance nicht reingemacht, RSA-verteidigt

In unserer 25. Saison nahm der Rote Stern nach einem Jahr Pause wieder am Kreispokal teil. Bei den letzten Teilnahmen wurde das Pokalspiel meist als Vorbereitungsspiel betrachtet. Die Gegner sind teilweise starke Kreisligisten oder unbezwingbare Kreisoberligisten. So war immer die Devise „Nicht zweistellig verlieren und selbst das Tor treffen.“ Diesmal reiste ein Neuling an. Gegen den SV 1924 Münchenbernsdorf gab es noch kein einziges Duell. Der Gegner erreichte in der abgelaufenen Spielzeit in der höherklassigen Gera/Greiz-Kreisligastaffel nur den 10. Platz und befindet sich aktuell in einem großen Umbauprozess mit sehr vielen neuen, jungen Spielern. Also lag etwas in der Luft. Alle Sterne witterten so etwas wie eine reelle Chance auf eine Pokalsensation. In die 2. Pokalrunde einzuziehen gelang letztmals vor 14 Jahren! Mittlerweile sind einige im Verein schon grau und faltig geworden beim Gedanken an den letzten Erfolg.


Szene: die Trommlerjungs in wechselnder Besetzung


28. Maik findet bei seinem Angriff keinen Mitspieler

28. Tor 1:0, Maik verzögert und schießt dann unter die Latte

Der Rote Stern ging perfekt eingestellt in die Partie. Schon in den ersten Minuten zeichnete sich ab, dass es gegen die hungrigen Sterne für den Favoriten schwer werden könnte! Der RSA spielte sich gepflegt die Bälle zu und erzeugte schnell Torgefahr. In der dritten Minute scheiterte Luis bei seinem Schussversuch und kurz darauf köpfte Tim über das Gehäuse (5.). Ab der zehnten Minute kamen auch die Gäste zu ihren ersten Torannäherungen. In der 15. wurde es richtig brenzlig im RSA-Strafraum. Robert köpfte eine Münchenbernsdorfer Flanke über René hinweg. Dadurch stand ein Gäste-Spieler am langen Pfosten völlig frei, doch er traf den Ball nicht richtig. Das verschaffte Robert und René Zeit, den Gegenspieler auf der Torlinie zu stellen und ihm beim nochmaligen Schuss zu hindern. Anschließend waren die Sterne wieder am Zug. Maik scheiterte aussichtsreich im 16er (19.). Auf der anderen Seite prüften die Gäste René (23.). Fünf Minuten später bekam auf der rechten Seite Maik den Ball zugespielt und lief mit dem Leder über das halbe Spielfeld. Mannschaftsdienlich wollte er zu einem Mitspieler abspielen, aber niemand lief mit. So entschied er sich in den 5-Meter-Raum einzudringen, um die Sterne-Führung zu erzielen. Er drosch den Ball aus kurzer Entfernung unhaltbar unter die Latte. Unglaublicher Jubel brannte nach dem Treffer beim RSA-Anhang auf.


38. Angriff von rechts, Maik passt ins Zentrum zu Robby

38. Robby verzettelt sich und legt zu Minh zurück

38. Minh schießt nach Robby Ablage vorbei

Der Rote Stern ließ nicht locker und wollte sofort nachlegen. Leider wurde der letzte Pass unsauber zu Ende gespielt oder man wollte es zu schön machen, wie in der 37. Minute. Maik spielte von der Außenbahn einen langen Ball in den Strafraum zu Robby. Alle rechneten mit einem Torschuss aus guter Position, doch er verzettelte sich und spielte in den Rückraum zu Minh. Doch Minhs Schuss ging hoch am Tor vorbei. Die Sterne hatten den Gegner immer besser im Griff, doch dann machte der Schiedsrichter Münchenbernsdorf ein Geschenk. Minh verteidigte im Strafraum. Er beförderte das Leder aus der Gefahrenzone, aber dann kam es zu einem lautstarken Kontakt mit dem Gegner. Die Szene lief 2-3 Sekunden weiter, aber wahrscheinlich war der Schiri von dem Knall so aufgeschreckt, dass er auf Elfmeter entschied. Alle Sterne reklamierten berechtigterweise, auch weil der Unparteiische diese Situation scheinbar auch gar nicht gesehen hat. Na gut, also wieder Strafstoß gegen uns, der natürlich sicher verwandelt wurde (44.). Mit dieser kalten Dusche ging es in die Pause.


43. Minh trifft zuerst den Ball, dann lautstarker Kontakt mit Gegner

44. Tor 1:1, unberechtigter Elfmeter für die Gäste

Szene: Ausgleich, Rene ärgert sich

Mit dem Wiederanpfiff kam der Favorit aus der Kreisliga besser aus der Kabine und brachte den Roten Stern gleich in Bedrängnis. René parierte einen starken Schuss (47.). Kurz darauf hatte der Rote Stern eine 100%ige. Najm spielte den Ball an Torhüter und Abwehrspieler vorbei zu Maik. Zum Entsetzen der RSA-Mannschaft jagte er das Leder völlig freistehend über das leere Tor. Die Sterne machten das Spiel wieder schnell. Maik passte mustergültig auf den mitlaufenden Luis. Leider kam er nicht mehr richtig hinter den Ball, sodass der Gegner die Gefahr im 5er entschärfen könnte.


47. Großchance von Münchenbernsdorf geht vorbei


49. Najm legt vorm Tor zu Maik ab

49. Maiks Abschluss geht drüber

Wie das so ist im Fußball, rächte sich das Auslassen dieser Großchancen. Die Sterne gerieten nach einem Eckball sogar in Rückstand (60.). Die RSA-Spieler standen zu weit weg vom Münchenberndsdorfer-Kicker, sodass sein Schuss aus 15m schlug flach neben dem Pfosten einschlug. Jetzt schien der Favorit auf der Siegerstraße zu sein, doch sie haben nicht mit der unglaublichen Moral der Sterne gerechnet. Seit letztem Jahr schocken Rückschläge das Team kaum noch, denn es wird immer weitergekämpft. Dies wurde von den Fans lautstark honoriert. Immer wieder trieben die zwei mitgebrachten Trommeln die Mannschaft an. Umso frenetischer wurde gefeiert, als der Rückstand nach sieben Minuten durch Maik egalisiert war. Robby sprintete auf der rechten Seite allen davon und mit einem Zuckerpass in die Schnittstelle der Gäste-Verteidigung war Maik freigespielt. Diesmal behielt er die Nerven und schob das Leder am Torwart vorbei zum 2:2 in die Maschen (67.). Was für ein Spiel.


60. Tor 1:2, Treffer resultiert aus einem Eckball mit anschließenden Flaschuss


67. Robby spielt in die Schnittstelle zu Maik

67. Tor 2:2, Maik schiebt flach ein

Szene: Umarmung zw. Torschützen und Vorbereiter

Die Sterne glaubten an den Sieg und spielten offensiv weiter. Wie in der Vorwoche klebte allerdings das Alupech weiter an den Schuhen. In der 75. landete aus kurzer Distanz der Ball von Max W. am Pfosten. Den Abpraller lenkte er an den langen Pfosten zum wartenden Maik. Auch Maik schoss aus drei Metern an den Pfosten und zu guter Letzt stand bei Luis‘ Schuss der Schlussmann im Weg. Dreimal Chancenwucher innerhalb von 15 Sekunden. Der Rote Stern blieb die aktivere Mannschaft, sogar Abwehrspieler Abel sorgte für einen Vorstoß in den 16 Meter Raum (82.).


75. Max W. trifft den Pfosten

75. Max W. bringt den Pfostenabpraller im Gewühl zu Maik

75. Maik trifft den Pfosten

75. Pfostenbpraller kommt zu Luis - Schuss pariert

Die Sterne taten alles um nicht in die Verlängerung zu müssen, so versuchte es auch Tim mit einem Schuss aus der zweiten Reihe – drüber (85.). In der 89. reklamierten die Gäste bei einer Flanke auf Handspiel. Der Pfiff blieb aus und erst mal tief Durchatmen. Manch einer sprach von ausgleichender Gerechtigkeit, nach dem Fehlpfiff in der 44. Minute. Als René kurz darauf einen Freistoß hielt, ging es in die Verlängerung.


85. Schuss durch Tim knapp drüber


Szene: Pause - Verlängerung

Für alle Statistiknerds wie mich, die letzte Verlängerung gab es für den Verein es eben beim letztmaligen Einzug in die 2. Runde vor 14 Jahren. Damals setzte sich der Rote Stern beim SV Löbichau II mit 4:2 durch. Ist das etwa ein Zeichen? Das erste Ausrufezeichen kam in der Verlängerung eben von den Sternen. Luis bekam einen langen Ball in die Tiefe gespielt und setzte zu seinem Solo an. Frei vorm Tor schoss er wieder den Keeper an. Zum Verrücktwerden, doch diesmal hatten wir endlich mal das Glück auf unserer Seite. Der Ball klatschte vom Torwart direkt in den Lauf seines Abwehrspielers. Dieser hatte keine Chance mehr der Kugel auszuweichen und beförderte das Spielgerät in die eigenen Maschen. 3:2-Führung für den Außenseiter. Frenetischer Jubel an der Seitenlinie und auf dem Platz.


93. Luis kommt nach einem Solo frei vors Tor

93. Tor 3:2, Eigentor - Luis Schuss wird zum eigenen Mann pariert

Szene:Jubel

Münchenbernsdorf gab sich trotzdem nicht auf und wollte sich nicht blamieren. In der 97. brachte der Rote Stern den Ball 2x nicht aus dem Strafraum. Aus 16 Metern kullerte schlussendlich der dritte Schuss in Richtung Tor. René sah das Leder scheinbar sicher vorbeigehen und blieb ruhig stehen, doch der Schuss traf noch den Pfosten, ufff! In Minute 100 spielte Robby einen Steilpass in die Spitze zu Luis. Wieder war er allein auf weiter Flur, doch er schloss überhastet ab – vorbei.


97. Schuss der Gäste sieht Rene vorbeigehen - Pfosten


100. Robby Pass in die Tiefe, Luis schließt überhastet ab


Szene: Gäste Trainer wirkt immer mehr verzweifelt

In der zweiten Hälfte der Verlängerung krochen beide Teams auf dem Zahnfleisch. Die RSA-Fans versuchten mit lautstarker Anfeuerung der Mannschaft zu helfen, um über die Zeit zu kommen. Die Sterne blieben optisch überlegen. Als 110 Minuten gespielt waren, bekam Luis die endgültige Entscheidung auf dem Silbertablett serviert, aber es war eben nicht sein Tag. Völlig frei bekam er aus 16m keinen Druck hinter den Ball, sodass der Torhüter den Schuss locker mit dem Fuß parieren konnte. Fassungslosigkeit und Entsetzen bei allen Beteiligten. Die Anspannung blieb bis zur 120. Minute. Kein Team konnte mehr, aber der Schiri gab noch drei Minuten Zugabe.


110. dicke Chance, Luis nach Solo frei vorm Tor - Fußparade


Szene: Angespannte Stimmung

Als diese runter gespielt waren, machten sich Spieler und Fans schon zum Feiern bereit. Aber wie war doch gleich unsere letztmalige Verlängerung ausgegangen? Da fehlte also noch ein Tor und dies fiel mit der letzten Aktion in der 123. Minute. Robert bekam seinen eigenen Ball im Mittelfeld in den Lauf gespielt. Mit letzter Kraft setzte er zum Spurt an. Die Grätsche des Verteidigers ging ins Leere, also lief Robert weiter in den 5-Meter-Raum. Er umkurvte nochmal einen Gegenspieler und hatte anschließend noch den Blick auf den heraneilenden Tenzin. Der Pass erreichte Tenzin und aus 5 Meter schob er zum 4:2-Endstand ein. Der Rest war pure Euphorie.


120.+3, letzter Angriff von Robert von der Mittellinie

120.+3 Tor 4:2, Robert sieht den heransprintenden Tenzin, aus 5m reingemacht

Szene: Entscheidung


Abpfiff, geschafft!

Die erstmals eingesetzten neuen Trommeln glühten an diesem Tag unentwegt. Dieser Krimi wird einen Platz in den RSA-Geschichtsbüchern finden. Danke, der Pokalfluch ist vollkommen verdient gebrochen. Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin…bald! Prost und Forza Roter Stern!


Abpfiff: Mannschaft lässt sich feiern

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