Tore: 0:1-15 ??? (9./12./34./35./37./47./54./56./59./66./68./71./82./83./85.)
Vorkommnis: Ronas (RSA) hält Elfmeter (25.)
Szene: Zaunbeflaggung
Aus und vorbei in Runde Zwei! Wenig überraschend scheiterte der Rote Stern am aktuellen Spitzenteam der Kreisoberliga von Motor Altenburg. Leider hatten die Sterne über die gesamte Zeit nichts entgegenzusetzen, sodass am Ende eine deftige 0:15-Heimniederlage in die Geschichtsbücher eingeht. Noch nie in den 25 Spieljahren verlor ein RSA-Team so hoch. Die Gäste führten nach 12 Minuten bereits mit 2:0 und bauten das Ergebnis durch drei weitere Treffer (34./35./37.) auf 5:0 noch vor der Pause aus. Durch diese Einseitigkeit kam nie das gewisse Pokalfeeling unter den 238 Zuschauern auf. Einzig der stark gehaltene Foulelfmeter von Silko sorgte bei den Sterne-Anhängern für Jubelstürme (25.). Nach dem Seitenwechsel ließ der Gast nicht locker und überrannte den überforderten Roten Stern. Zehn weitere Gegentreffer folgten und diese kamen immer Schubweise (54./56./59.), dann (66./68./71.) und nach einer kleinen Pause schließlich durch unseren Ex-Goalgetter Alexander (82./83./85.). Das Ziel, nicht zweistellig zu verlieren, wurde deutlich verpasst und von einem eigenen Treffer waren die Sterne weit entfernt. Mund abwischen, in der Liga zählt‘s. Heute war das Stadtderby ein Fest. Forza Roter Stern!
Szene: große Kulisse beim Pokalderby
Szene: Zuschauer auf der Gegengeraden sehen einen abgefangenen RSA-Angriff
Szene: selbst Pilze schauten zu
Der Rote Stern rang in der ersten Pokalrunde den Kreisligisten Münchenbernsdorf in der Verlängerung nieder. Dadurch drang der Verein zum ersten Mal nach 14 Jahren in die nächste Runde ein. Die Losfee meinte es für den zweiten Pokalauftritt besonders gut und bescherte mit Motor Altenburg das für uns wohl attraktivste Los. Die Gäste spielen zwei Ligen höher und sind derzeit punktgleich mit dem Tabellenzweiten auf Rang fünf – alle gleiche Punktzahl. Motor spielt sonst auf der anderen Seite des Gartenzauns in der großen Stadionschüssel. Der RSA kickt in der kleinen Vorgängerversion und erhoffte sich auf dem heimischen Rasen einen klitzekleinen Vorteil, da die Gäste sonst nie darauf spielen. Leider konnte das Spiel nicht um einen Tag verschoben werden, sodass eine Vielzahl der Pokalhelden nicht im Kader stand.
Szene: Sterne im eigenen Strafraum
Szene: Schuss von Luis gefangen
Szene: Fausabwehr von Silko nach einer Motor-Ecke
Wie erwartet waren die Gäste vom ersten Spielzug an die dominante Mannschaft. Der Favorit machte frühzeitig klar, dass es für die zwei Klassen tiefer spielenden Sterne heute nichts zu holen gab. Der RSA wollte möglichst lange die Null halten, doch schon nach zehn Minuten war diese Zielstellung hinfällig. Zwei Minuten später gab es einen Nachschlag (0:2). Anschließend war es über zehn Minuten still in Silkos Tor, dann bekam Motor einen von Robby verursachten Elfmeter zugesprochen. Diesen parierte Silko sicher, sodass die RSA-Fans unter den 238 Zuschauern ihr Erfolgserlebnis an diesem Tag feiern durften (25.). Der Kreisoberligist zog weiter einsam seine Bahnen auf das Sterne-Tor. Mit Glück und Geschick ließ der Rote Stern bis zur 34. Minute kein weiteres Gegentor zu. Das 3:0 für Motor war der endgültige Dosenöffner. Gegentor Nummer vier und fünf fielen innerhalb weniger Sekunden (35./37.). Die Sterne gingen mit einer Handvoll Gegentoren in die Pause.
Szene: Fußabwehr Silko
Szene: Duell vor der Beflaggung
Szene: Sterne im Strafraum
Die Einstelligkeit zu bewahren schien nach der Halbzeit sehr schwer zu werden. Erst recht, nachdem die Gäste frühzeitig das halbe Dutzend erzielten (47.). Anschließend ging es Schlag auf Schlag. Die Sterne waren in der eigenen Hälfte gefesselt und konnten nie einen ernsthaften Entlastungsangriff starten. In allen Belangen war unser Zaunnachbar haushoch überlegen. Ein Dreierpack innerhalb von fünf Minuten ließ das Ergebnis für die Gäste auf 9:0 in die Höhe schnellen (54./56./59.). Später gingen ein paar Torschüsse auch mal nicht rein, ehe es wieder torreich wurde.
Szene: Tor, eins von den vielen
Szene: Zuschauer
Szene: Alexander jetzt im Motor-Dress beim Schuss
Ein weiteres Dreierbündel wurde in den Minuten 66, 68 und 71 geschnürt. Ab jetzt wusste kaum noch jemand den korrekten Ergebnisstand. Die Dutzend Gegentore hielten aber zumindest über zehn Minuten, dann schritt unser letztjähriger Goalgetter zur Tat. In der Sommerpause wechselte Alexander zum Stadtrivalen. Das Pokalspiel nutzte er als Empfehlungsschreiben für zukünftige Startelfeinsätze. Innerhalb von vier Minuten stellte er mit drei Buden das Endergebnis her (82./83./85.). Zum Glück hatte der Schiedsrichter mit seinen beiden Assistenten bei den vielen Toren den Überblick, denn die Zuschauer hatten diesen längst verloren.
Szene: Tor von Alexander
Szene: Zaunflaggen
Am Ende wurde die höchste Niederlage des Vereins ins Geschichtsbuch geschrieben. Diesen, aus unserer Sicht unrühmlichen Rekord, hielt bis zum heutigen Tag Post SV Gera (0:14) aus dem Jahr 2019 – ebenfalls im Pokal. Glückwunsch an Motor Altenburg, es war uns ein Fest in einem Wettbewerb vor so einer großen Kulisse wieder gegen euch zu spielen. Nächste Woche steht das Tagesgeschäft in unserer 25. Saison an. Die Reise geht nach Zechau und dann sind die Tore wieder unsere. Forza Roter Stern!
Abpfiff, Alexander klatscht die ehemaligen Kolllegen ab
Szene: Abfifff
Szene: selten, Linienrichter bei einem Stern-Spiel
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