Samstag, 10. Oktober 2020

Kreispokal: RSA - BSG Wismut Gera II 0:1 (0:0)

Sterne scheiden mit viel Applaus knapp aus

Tore: 0:1 ??? (62. HE)

Im Kreispokal ist für den Roten Stern seit 7 Jahren immer in der 1. Runde Schluss. Auch im achten Anlauf waren die Chancen auf ein Weiterkommen bei gefühlten 1%, denn die Sterne bekamen mit dem zwei Ligen höher angesiedelten Kreisoberligisten BSG Wismut Gera II wieder einen dicken Brocken zugelost. Die Vorfreude auf das Spiel war aufgrund der ernüchternden Ergebnisse zum Saisonstart nicht sonderlich ausgeprägt. Es wurde eine hohe Niederlage für die Sterne gehandelt und man hoffte keine 15 Gegentore zu bekommen. Wismut Gera II hatte vor drei Jahren auch schon einmal Motor Altenburg II mit 30:1 demontiert.


Szene: M. Döhler im Zweikampf

6. Chris fängt den Ball

Szene: die Kassierer

Die Vorzeichen waren vor Spielbeginn für die Sterne denkbar ungünstig. Trainer Chris musste auf weitere Spieler verletzungsbedingt verzichten und schickte eine bessere „B-Elf“ auf den Platz. Auch er selbst musste wieder ran und zwar als Torhüter! Diese Position hatte er noch nie in seiner Laufbahn eingenommen. Mit Silko gab es zwar einen erfahrenen Keeper, doch er wurde in der Verteidigung dringend gebraucht. Wie erwartet übernahm Gera sofort die Spielkontrolle und kam nach zwei Minuten durch einen Freistoß von der rechten Seite zur ersten Chance. Die Sterne hatten durch Tenzin ihrerseits eine Möglichkeit (4.). Der Flachschuss wurde sicher gehalten.


7. Parade von Chris

Szene: Molli erobert den Ball

10. Abseitstor nicht gegeben, dank des Linienrichters

Anschließend rollten fast im Minutentakt die Angriffe auf das RSA-Gehäuse. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Wismut II in Führung geht. Chris wurde oft gefordert und machte seine Sache überragend. So hielt er eine BSG-Chance (6.) und parierte einen Distanzschuss (7.). Nach langer Zeit gab im Pokal wieder Linienrichter bei einem Spiel der Sterne. Dies zahlte sich nach 10 Minuten aus, als ein Gera-Spieler aus kurzer Distanz traf. Im Ligabetrieb wäre das Tor bestimmt gegeben worden, doch der Linienrichter erkannte eine Abseitsposition.


12. Wismut schießt aus Nahdistanz drüber

Szene: Matze B. im Zweikampf

18. RSA-Freistoß geht in die Mauer, Handspiel wird reklamiert

Die Spieler von Wismut wollten anschließend weiterhin spielerisch zum Erfolg kommen und nutzten nicht die Brechstange. So verzettelten sie sich oft an der Strafraumgrenze oder scheiterten an der RSA-Mannschaft, die geschlossen stark verteidigte. Andererseits ließ Gera auch dicke Möglichkeiten liegen, wie ein Schuss aus fünf Metern über das Tor (12.). Ein Pass in den Strafraum parierte Chris stark und mit einem Katzensprung krallte er sich im Nachfassen den Ball vom Fuß des einschussbereiten Gästespielers (14.).


22. Chris faustet einen Eckball weg

26. Silko tritt einen Freistoß in den Strafraum

26. Tenzin schießt große Chance hinters Tor

Die Sterne konnten in der 18. einen Entlastungsangriff fahren und wurden mit einem Freistoß zentral an der Strafraumgrenze belohnt. Der Kurze zimmerte diese Möglichkeit in die Mauer. Die RSA-Spieler reklamierten auf Handspiel, doch das Spiel ging weiter. Der Sterne-Keeper bekam wieder Arbeit. Ein hoher Ball wurde gepflückt (20.) und eine Ecke stark rausgefaustet. Nach 26 Minuten jubelte der Sterne-Anhang ungläubig über ein Tor von Tenzin, der einen Freistoß von Silko verwertet haben soll. Leider war der Jubel verfrüht, denn es war eine optische Täuschung. Der Schuss ging von hinten ans Netz und blieb liegen.


Szene: Pokal mit Spezialfans der Sterne

28. Wismut Freistoß senkt sich zu spät

30. Wismut klärt vor Tenzin

33. Wismut trifft das Außennetz

Auch Wismut Gera besaß eine Freistoßchance, doch der Schuss senkte sich zu spät (28.). In der 33. ging ein Schuss ans RSA-Außennetz. Ab und zu konnten die Sterne auch Nadelstiche setzen und Tenzin in der Spitze bedienen. Seine beiden Chancen (30./40.) konnte er aber nicht richtig verwerten.


Szene: Matze B. flankt

40. Tenzin ärgert sich über verpasste Chance

Mit einem völlig überragenden 0:0 ging es in die Pause. Die Stern-Spieler waren glücklich mit ihrer gezeigten Leistung. Nach dem Seitenwechsel bestimmte wie zu Spielbeginn der klare Favorit aus Gera das Geschehen. Sie suchten jetzt gezielt den geradlinigen Weg zum Tor. Die Sterne kämpften dagegen an, aber nach 53 Minuten schien die „Null“ nicht mehr zu stehen. Ein Schuss der BSG prallte vom Innenpfosten zurück auf das Spielfeld und wurde anschließend ins Tor eingeschoben. Zum zweiten Mal hatten die Roten Sterne Glück, dass der Treffer nicht zählte, denn im Nachschuss stand der Geraer im Abseits.


Szene: Käse fixiert den Ball an

53. Abseitstor, nach einem Pfostenabpraller eingeschoben

Szene: Spiel mit Linienrichter

Anschließend versuchte es der Favorit mit Schüssen aus der zweiten Reihe. Als genau eine Stunde vergangen war, bekam Staabi einen Schuss aus kurzer Entfernung an den Unterarm/Ellenbogen. Der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Diese Chance ließ sich Wismut Gera II diesmal nicht nehmen und verwandelte sicher zur 1:0-Führung. Die Sterne ergaben sich trotz des Rückstandes nicht ihrem Schicksal und versuchten mit den Einwechslungen von Moppel, Zeule und Nafti neue Impulse zu setzen.


61. um 15:29:42, Staabi wird aus kurzer Distanz an Ellenbogen geschossen

61. um 15:29:48, Schiedrischter entscheidet auf Elfmeter

62. um 15:30:14, Anlauf zum Elfmeterschuss

62. um 15:30:16, Tor 0:1, Elfmeter verwandelt

Nach einer Dreiviertelstunde verhinderte ein Lattentreffer die endgültige Entscheidung für Gera. So entstand eine spannende Schlussphase. Trotz Anfeuerungen blieb den Sternen eine Großchance verwehrt, um sich in die Verlängerung zu retten. Bei einem Pass der Gera-Hintermannschaft spekulierte Moppel goldrichtig, doch sein Bein war ein Tick zu kurz, um an den Ball zu gelangen (76.). Wismut versuchte es nur noch mit Schüssen aus der zweiten Reihe und verwaltete scheinbar das Resultat.


75. Wismut trifft die Latte

76. Moppel kommt vorm Keeper nicht ran

86. Freistoß von Wismut wird gefangen

So blieb es bei dem knappen 1:0-Sieg für Wismut Gera II. Die Roten Sterne scheiterte zwar jetzt das achte Mal in Folge in Runde 1, aber verabschieden sich erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb. Eine hervorragende, kämpferische Leistung der RSA-Mannschaft mit so einem Endergebnis, dass vor Spielbeginn niemand für möglich gehalten hätte. Die Sterne schnupperten an einer faustdicken Sensation beim stets freundlich auftretenden Gast von Wismut Gera II.


Szene: Nafti und Moppel in der Schlussphase

Abpfiff, Chris gibt den Torhüter

Jetzt heißt es die Leistung zu konservieren, denn nächste Woche reist vom Papier her der nächste unbezwingbare Gegner an. Mit dem in der Kreisklasse völlig unterforderten ZFC Meuselwitz II geht es wieder nur darum, das Ergebnis im Rahmen zu halten. Forza Roter Stern.

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