Rumpfelf verliert Spiel innerhalb von 5 Minuten!
Tore: 0:1 ??? (14.), 1:1 Gasanov (19.), 1:2 ??? (65.), 1:3 ??? (68.),
1:4 ??? (70.)
Die dreiwöchige „Herbstpause“ tat dem Roten Stern an diesem Spieltag wahrscheinlich nicht gut. Unsere Lieblinge verloren ihr Heimspiel völlig unnötig klar mit 1:4 gegen die bis dahin sieglose dritte Mannschaft des SV Rositz. Bedingt durch gleich zwölf Absagen musste Trainer Chris kräftig rotieren. So kamen überwiegend Spieler aus der zweiten Reihe zum Einsatz oder es musste auf unliebsamen, nicht eingespielten Positionen im funkelnagelneuen RSA-Trikot gekickt werden. Dies hatte zur Folge, dass der Rote Stern nie richtig in einen Spielfluss kam.
Szene: neue Trikots und Mark wird heute Kapitän
Szene: RSA-Freistoß geht drüber
Die blutjungen Rositzer Kicker waren vor allem läuferisch dem RSA überlegen, sodass die Abwehr des Öfteren das Nachsehen hatte. Durch Verletzungen und Krankheiten konnte der Rote Stern kaum Akzente setzen und war dadurch viel mit Defensivarbeit beschäftigt. Der Rückstand nach einer Viertelstunde resultierte wie so oft in den letzten Partien durch ein Kommunikationsproblem mit René im Tor. Chris, der selbst aufgrund der dünnen Personaldecke mitspielte, köpfte eine Flanke zum herauslaufenden Torwart zurück. Dadurch unterläufte René den Ball und der gegnerische Stürmer musste nur noch in den leeren Kasten schießen. Dieses Missgeschick glich der Rote Stern nur fünf Minuten später wieder aus. Am 16er bekamen die Sterne einen Freistoß zugesprochen, den die Rositzer verteidigten. Der Ball kam zurück in den Rückraum, wo Gasi aus 25m das Leder perfekt traf. Sein platzierter, scharfer Flachschuss schlug neben dem Pfosten zum 1:1 ein. Mit diesem Resultat ging es in die Pause.
Szene: Abel im Mittelfeld
Szene: Pepe im Zweikampf
Nach dem Seitenwechsel das gleiche Spiel. Die Sterne waren in der Offensive weiterhin viel zu harmlos und eine dauerbeschäftigte RSA-Abwehr, die ihren Job mit viel Leidenschaft und Kampfgeist bis zur 65. Minute meisterte. In dieser Minute verteilte der für den Stadtrivalen Einheit pfeifende Schiedsrichter ein Geschenk an die Rositzer. Bei einer Flanke standen 2-3 Rositzer für alle ersichtlich sehr deutlich im Abseits, als sie den zweiten Treffer erzielten. Anschließend sagten selbst die Gästespieler zum Schiri, dass sie im Abseits standen, aber der Treffer wurde nicht zurückgenommen. Eine Frechheit eines „Unparteiischen“! Die Sterne waren noch mit der Verarbeitung des Rückstands beschäftigt, da führte drei Minuten später ein Missverständnis in der Sterne-Abwehr zu einem weiteren Gegentreffer. In der Verteidigung kam es zu einem Abstimmungsproblem zwischen Mark und Chris. Beide schauten auf den freiliegenden Ball und keiner wollte so richtig an das Leder. Ein Rositzer spitzelte dazwischen zum 1:3.
Szene: Warten auf den Ball
Szene: Im Duell gehen Maik und Rositzer zu boden
Nur 120 Sekunden nach dem dritten Gegentreffer kam auch schon Nummer vier hinzu. Tief in der eigenen Hälfte wurde ein RSA-Freistoß von Chris zu kurz rausgespielt. Daraufhin entstand eine Fehlerkette der Sterne mit dem Ergebnis, dass zum Schluss Mark der Ball zum Endstand abgeluchst wurde. Somit hatte der Rote Stern innerhalb von fünf Minuten durch drei völlig unnötige Buden das Spiel hergeschenkt. Die Sterne besaßen in der zweiten Hälfte nur eine nennenswerte Möglichkeit durch Alexander. Er lief bei einem Angriff über die Außenbahn bis tief in den 16er und schloss selbst ab. Dabei übersah er leider den im Rückraum besser positionierten Abel. Zu dem ohnehin bescheidenen Auftritt der Sterne kam eine „grottenschlechte und ganz dünne Leistung“ des Schiedsrichters hinzu. Mit seinen äußerst fragwürdigen Entscheidungen brachte er „völlig unnötig Zunder in das Spiel“, so der RSA-Trainer nach dem Spiel. Zum Beispiel wurde Chris mit dem Ball am Fuß im vollen Lauf umgetreten, sodass er wie ein Vogel zwei Meter durch die Luft flog. Es folgte ein Freistoß für die Gäste und große Augen bei allen Beteiligten. Es ging körperlich hart und teilweise aggressiv zur Sache, da der Schiri solche Situationen scheinbar nicht sehen wollte oder konnte.
Szene: Chance Rositz
Nun bleiben dem Roten Stern noch drei Spiele bis zur Winterpause. In allen Partien ist man klarer Außenseiter, doch trotzdem will man sich nicht unter Wert geschlagen geben. Nächsten Sonntag geht es zum ungeschlagenen Meisterschaftanwärter nach Ponitz. Forza Roter Stern.